Unsere pädagogische Grundorientierung

Lernen, wie man lernt

Wir wollen die aus der Primarstufe mitgebrachten Fähigkeiten und Fertigkeiten, die zum selbstständigen Lernen und Arbeiten führen, durch gezielte und konsequente Fortführung während der Erprobungsstufe erweitern. Handlungsorientierte Lehr- und Lernverfahren sollen in den Folgejahren diese „Hilfe zur Selbsthilfe“ unterstützen und stabilisieren. Die individuelle Leistungsfähigkeit und -bereitschaft wird durch motivie-rendes und erfolgreiches Lernen gestärkt.  

Teilhabe an der kulturellen Welt

Wir sind der Meinung, dass wesentliche Aspekte des Menschseins durch Kultur erst ausgeprägt wurden und werden. Dazu zählen wir sowohl die klassischen Felder wie Theaterspiel, Kunst und Tanz als auch gewachsene oder ritualisierte Formen des gemeinsamen Umgangs, die sich nicht zuletzt in angemessenem Benehmen und Höflichkeit äußern. Diese Prozesse wollen wir anregen, fördern, verstärken.

Integration in ein stabiles soziales Umfeld

Wir nutzen die vielfältigen Angebote der Kolpingstadt Kerpen. Die Schule ist selbst eine wichtige Anlaufstelle im Stadtteil. Unsere Schülerinnen und Schüler erleben durch gemeinsame Aktivitäten, eingebunden zu sein in ihrem Stadtteil mit seinem sozialen Umfeld. Wer das für sich selbst erfahren hat, ist in der Lage, sich selbstständig in soziale Gefüge einzugliedern.

Integration in das freiheitlich-demokratische Wertesystem

Wir erziehen unsere Schüler und Schülerinnen im „Geist der Menschlichkeit, der Demokratie und der Freiheit“ (Artikel 7 der Verfassung von NRW). Dieser Verfassungsauftrag hat für uns in Horrem besonderes Gewicht, da an unserer Schule Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichster ethnischer und nationaler Herkunft, mit verschiedensten religiösen und kulturellen Werten und Traditionen zusammen leben und lernen.

Wir sehen in der freiheitlich-demokratischen Grundordnung, die über Jahrhunderte in Europa erkämpft und entwickelt wurde, die gemeinsame Basis unserer Gesellschaft, auf die unsere Schüler und Schülerinnen gestellt werden und die sie später mit Überzeugung und Engagement mittragen sollen. Dies bedeutet für die Schülerinnen und Schüler nicht die Verneinung ihrer kulturellen Identität, wohl aber eine Erziehung hin zu Mündigkeit und Toleranz, zur Achtung vor der Überzeugung des Andersdenkenden, zu Selbstbestimmung und Verantwortung.

Hinführung und Unterstützung bei der Eingliederung in die Berufs- und Arbeitswelt

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, keinen Schüler unvorbereitet in die Arbeitswelt oder in eine Fortsetzung der Schullaufbahn zu entlassen. Dies beinhaltet die Vermittlung grundlegender Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten in den unterschiedlichsten Fächern, die den Themenkreis Arbeits- und Berufswelt berühren, insbesondere im Fachbereich Arbeitslehre.

Wir wollen durch die gezielte Förderung von Interessen, Fähigkeiten und Begabungen eines jeden Schülers diesen Prozess unterstützen. In diesem Zusammenhang legen wir Wert auf die frühe Berührung unserer Schüler mit der Berufswelt durch Betriebs- und Berufsfelderkundungen, Praktika und Kontakte mit Experten und Praktikern aus der Wirtschaft. Die Anforderungen der Arbeitswelt werden für die Schülerinnen und Schülern handlungsorientiert  erlebbar.

Vermittlung von Wissen

Wir praktizieren neue Entwicklungen der Didaktik und Methodik. Wissensvermittlung hat in Zeiten, in denen der Konkurrenzkampf schon auf dem Ausbildungsstellenmarkt einsetzt, eine große Bedeutung. Schülerinnen und Schüler, die unsere Schule besu-chen, müssen ihr Wissen in Lernstandserhebungen nachweisen, zentrale Leistungs-überprüfungen für das Erreichen von Abschlüssen bestehen und sich in Einstel-lungsverfahren bewähren. Dazu bedarf es großer Anstrengungen von allen Beteiligten – dem Kollegium, der Schülerschaft und den Eltern.

Ausgearbeitete schulinterne Lehrpläne, die auf der Basis der Kernlehrpläne erstellt wurden und immer wieder den Erfordernissen angepasst werden, liefern dazu ein solides Fundament. Einen wichtigen Beitrag leistet auch die bedarfsgerechte Ein-stellung von Personal, das neue Ideen und Elan in die Schule bringt. Engagement in der Ausbildung junger Kollegen gewährleistet, aktuelle Entwicklungen in Didaktik und Methodik mitzuerleben und zu praktizieren.

Praktische Gestaltung des alltäglichen Lebens

Wir bieten Einführungen in den Umgang mit den Dingen des praktischen Lebens wie zum Beispiel in Themen wie „Einkommen – Ausgaben“, „Verträge abschließen“, „Schuldenfalle“, „Sozialabgaben“ und „Versicherungen“.

Wir begleiten und unterstützen mit unserem multiprofessionellem Personal  Schüler und deren Familien bei Kontakten zu Behörden, Ämtern oder Dienststellen, wenn es um Bewerbungen, Wohnungssuche, Unterstützungsleistungen oder weitere Dinge des täglichen Lebens geht.